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Audio-CD, 62 Minuten
ISBN 3-935550-61-8
Preis: € 14,–

Hörprobe 1
Der Verfall der Behälter:
MPEG-Datei (520 KB)
RealPlayer-Datei (1,1 MB)
Hörprobe 2
Die Unmöglichkeit geologischer Prognosen:
MPEG-Datei (712 KB)
RealPlayer-Datei (1,5 MB)
Hörprobe 3
Engagement greift Raum:
MPEG-Datei (408 KB)
RealPlayer-Datei (884 KB)
Die Hörproben haben wir bewußt sehr klein gehalten,
damit möglichst viele Menschen mit langsamem Internetzugang
sie anhören können. Wir bitten die daraus resultierende Klangqualität
der Hörproben zu entschuldigen.
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Atomkraft: Gefahren & Widerstand
Lilo Wollny ist eine der Schlüsselfiguren des gewaltfreien Widerstands
im Wendland – das Engagement gegen das atomare „Endlager“ in
Gorleben hat ihr Leben geprägt.
Sicherlich gibt es in ganz Deutschland niemanden, der mit soviel Wissen,
Klarheit und Freundlichkeit sowohl über die Gefahren der Atomtechnik
als auch über den Widerstand gegen Atomanlagen zu berichten weiß.
Mit unerschöpflichem Detailwissen, genährt durch die umfangreichen
Recherchen, die sie als Abgeordnete des deutschen Bundestags betrieben
hat, zeigt Lilo Wollny auf, wie sehr die alltägliche Erzeugung von
Atomstrom unsere Leben und unser Land gefährdet. Die Arrangements
der Atomwirtschaft und Politik bergen ein derart zerstörerisches
Potential, dass einem allein schon das Zuhören den Atem nimmt.
Doch Lilo Wollny versteht es ebenso, aus der Fülle des Lebens zu
schöpfen und uns zu zeigen, wie der Widerstand Gemeinschaft stiften
und Menschen zu mehr Lebendigkeit anregen kann.
Mit schmerzlicher Aufrichtigkeit aber auch mit unbezwingbarem Humor berichtet
Lilo Wollny aus Ihrem Leben und aus den internen Kreisen, in denen die
Entscheidungen um die atomare Zukunft Deutschlands getroffen wurden – und
werden.
Der Inhalt
1. Wie Lilo Wollny zur Bürgerinitiative kam 11:21
2. Die Atommüllmenge wächst täglich 1:37
Die Geschichte von
Gorleben
3. Der Verkauf des Geländes 7:14
4. Helmut Schmidt und Ernst Albrecht bringen das Zwischenlager nach
Gorleben 6:42
5. Die ungesicherte Leichtbauhalle, in der Deutschlands Atommüll
steht, ... 1:55
6. ... wie eine Kartoffelscheune 2:24
7. Warum der Gorlebener Salzstock für Endlagerung nicht geeignet
ist 7:54
Die Gefahren der Endlagerung
8. Der Verfall der Behälter 2:12
9. Die Unmöglichkeit geologischer Prognosen 3:02
10. Die Gefährlichkeit von Plutonium 0:36
Das Handeln der Politiker
11. Die Benrather Kamingespräche 4:40
12. Indemnität 0:57
13. Warum handeln Politiker so? 2:40
Über das Engagement
14. Engagement greift Raum 1:43
15. Was kann ich denn tun? 4:35
16. Vom langen Leben der Anti-AKW-Bewegung 1:31
Lilo Wollny wurde 1926 in Hamburg geboren.
Nach Schule, Arbeitsdienst und Kriegshilfsdienst bei der Luftwaffe verschlug
es sie 1945 nach Vietze im Landkreis Lüchow-Dannenberg, wo sie
bis heute zu Hause ist. Sie heiratete 1948, hat drei Töchter und
zwei Söhne, 13 Enkel und zwölf Urenkel.
30 Jahre lang war sie als Hausfrau, Geschäftsfrau und Mutter aktiv.
1977 dann wurde sie durch die Benennung von Gorleben als Standort für
ein „Nukleares Entsorgungszentrum“ – wie sie selbst
sagt – „aus dem politischen Schlaf gerissen“. Zunächst
engagierte sie sich gegen das Atomprogramm, dann zunehmend auch gegen
die Politik der Bundesregierung im Hinblick auf Rüstung, Arbeits-
und Sozialpolitik, Umweltzerstörung und Abbau demokratischer Rechte.
1986 entschloss sie sich, als Nichtmitglied für die Partei der Grünen
in den Bundestag zu gehen.
Auf Listenplatz 1 der niedersächsischen Grünen zog die in
der Partei bis dahin unbekannte Lilo Wollny für vier Jahre in den
Bundestag ein. Nach ihrer Rückkehr aus Bonn wurde sie Mitglied im
Lüchow-Dannenberger
Kreistag und im Samtgemeinderat Gartow, seit 1996 war sie auch im Gemeinderat
aktiv. 1998 trat sie als Samtgemeinderatsmitglied zurück, nachdem
die CDU-Mehrheit mit Unterstützung einiger SPD-Mitglieder einen
Unterwerfungsvertrag mit den Betreibern der Atomanlagen abgeschlossen
hatte – was die Atombetreiber im Gegenzug mit Millionenbeträgen
belohnten.
Seit 1978 betreiben Lilo Wollny und ihr Mann Obst- und Gemüseanbau
auf biologischer Grundlage. Heute hat sie alle politischen Ämter
niedergelegt. |
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